Ist ein Cannabinoid-Mangel möglich?
Kann ein Mangel an Cannabinoiden die wahre Ursache für chronische Erkrankungen sein?
Im Jahr 2001 stellte Dr. Ethan Russo eine bahnbrechende Theorie auf: den klinischen Endocannabinoid-Mangel (Clinical Endocannabinoid Deficiency, CED).
Diese Theorie besagt, dass man – ähnlich wie bei einem Eisen- oder Vitamin-D-Mangel – auch an einem Mangel an Endocannabinoiden leiden kann. Wenn der sogenannte „Endocannabinoid-Tonus“ chronisch niedrig ist, verliert der Körper seine Fähigkeit, Schmerzen und Stimmung effektiv zu regulieren.
Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass dieser Mangel das gemeinsame Bindeglied zwischen verschiedenen therapieresistenten Erkrankungen sein könnte, wie zum Beispiel:
Migräne
Fibromyalgie
Reizdarmsyndrom (IBS)
Fazit: Das Verständnis des ECS verschiebt die Diskussion über Cannabis vom reinen Rauschmittel hin zu einer echten gesundheitlichen Perspektive. Ob durch Phytocannabinoide (CBD/THC), Ernährung oder Bewegung – die Unterstützung dieses Systems ist essenziell für die Aufrechterhaltung des physiologischen Gleichgewichts: der Homöostase.
Dies ist der Abschluss unserer vierteiligen Serie über das ECS. Haben Sie Fragen? Hinterlassen Sie diese gerne unten.
Quelle / Weiterführende Literatur:
Dr. Ethan Russo / NIH: Clinical Endocannabinoid Deficiency Reconsidered – https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/24977967/