Medizinisches Cannabis und das Endocannabinoid-System verstehen

Eine antike botanische Zeichnung einer Cannabispflanze mit mehreren Blättern an einem Stängel, versehen mit handschriftlichen Notizen in arabischer Sprache. Darin wird die Geschichte der Verwendung von Cannabis als Heilmittel erläutert.

Geschichte des Cannabis

In der geschriebenen Geschichte reicht der Anbau und die Verwendung der Pflanze mindestens bis ins dritte Jahrtausend v. Chr. zurück, möglicherweise sogar bis in die präkeramische Jungsteinzeit B (8800–6500 v. Chr.). Cannabis wurde für Fasern, Lebensmittel, Medizin und religiöse/freizeitliche Zwecke angebaut, wie Belege aus der Jungsteinzeit und dem alten China/Indien zeigen, und wurde von Skythen und hinduistischen Heiligen verwendet. Seine medizinische Verwendung nahm im Westen des 19. Jahrhunderts zu, während später im 20. Jahrhundert weltweit Beschränkungen eingeführt wurden, nur um in jüngster Zeit eine Entwicklung hin zur Entkriminalisierung zu erleben, was eine lange, sich wandelnde Geschichte verdeutlicht. 

Quelle: Dr. Russo, E.B. „Geschichte von Cannabis und seinen Zubereitungen in Saga, Wissenschaft und Spitznamen“, 2007.

Das Diagramm zeigt Zusammenhänge zwischen dem Konsum von Cannabis, Cannabinoiden und verschiedenen gesundheitlichen und psychischen Zuständen sowie Krankheiten wie Alzheimer, Parkinson, Multiple Sklerose, Epilepsie, Diabetes, Hepatitis, Krampfanfällen, Tinnitus, Schmerzen, Arthrose, Arthritis, Muskelentzündungen, Fibromyalgie, Phantomgliedmaßen, Wirbelsäulenverletzungen, Schlaganfall, Migräne, Krämpfe, Insomnie, Kopfschmerzen, Muskel-Dystrophie, Krebs, HIV/AIDS, Glaukom, Fatigue, Asthma, ADD/ADHD, Lupus, Hypertonie, Crohn's Disease, Cachexia, Appetitverlust, Übelkeit, Gastrointestinale Störungen, Anorexie, Angst, Depression, Stress, PTSD, Multiple Sklerose, Alzheimer, Parkinson, Tinnitus, Tierquälerei, Schmerz, Arthritis, Entzündungen, Spasmen, Phantomgliedmaßen, Wirbelsäulenverletzungen, Schlaganfall, Migräne, Insomnie, Kopfschmerzen, Muskel-Dystrophie, Krebs, HIV/AIDS, Glaukom, Fatigue, Asthma, ADS/ADHS, Lupus, Hypertonie, Morbus Crohn, Kachexie, Appetitverlust, Übelkeit, Magen-Darm-Störungen, Anorexie, Angst, Depression, Stress, PTBS, Multiple Sklerose, Alzheimer, Parkinson, Tinnitus, Tierquälerei, Schmerzen, Arthritis, Entzündungen, Spasmen, Phantomgliedmaßen, Wirbelsäulenverletzungen, Schlaganfall, Migräne, Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Muskeldystrophie, Krebs, HIV/AIDS, Glaukom, Fatigue, Asthma, ADS/ADHS, Lupus, Hypertonie, Morbus Crohn, Kachexie, Appetitverlust, Übelkeit, Magen-Darm-Störungen, Anorexie, Angst, Depression, Stress, PTBS, Multiple Sklerose, Alzheimer, Parkinson, Tinnitus, Tierquälerei, Schmerzen, Arthritis, Entzündungen, Spasmen, Phantomgliedmaßen, Wirbelsäulenverletzungen, Schlaganfall, Migräne, Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Muskeldystrophie, Krebs, HIV/AIDS, Glaukom, Fatigue, Asthma, ADS/ADHS, Lupus, Hypertonie, Morbus Crohn, Kachexie, Appetitverlust, Übelkeit, Magen-Darm-Störungen, Anorexie, Angst, Depression, Stress, PTBS, Multiple Sklerose, Alzheimer, Parkinson, Tinnitus, Tierquälerei, Schmerz, Arthritis, Entzündungen, Spasmen, Phantomgliedmaßen, Wirbelsäulenverletzungen, Schlaganfall, Migräne, Insomnie, Kopfschmerzen, Muskel-Dystrophie, Krebs, HIV/AIDS.

Bekannte medizinische Anwendungen

Phytocannabinoide wirken auf das universelle Regulationssystem des Körpers (ECS). Daher hat die Medizinbranche das Potenzial von Phytocannabinoiden für eine Vielzahl von Erkrankungen untersucht. Basierend auf Daten aus der deutschen BfArM-Begleitstudie (2022) und internationalen wissenschaftlichen Übersichtsarbeiten (Health Canada, 2018) gehören zu den gängigen Anwendungsbereichen:

  • Zu den Erkrankungen und Symptomen, die in diese Kategorie fallen, gehören:
    Chronische Schmerzen, Arthritis, Entzündungen, Muskelkrämpfe, Fibromyalgie, Phantomschmerzen, Wirbelsäulenverletzungen, Schlaflosigkeit, Migräne/Kopfschmerzen und Krämpfe

  • Zu den Erkrankungen und Symptomen, die in diese Kategorie fallen, gehören:

    Alzheimer, Parkinson, Multiple Sklerose, Spastik, Epilepsie, Krampfanfälle, Tinnitus und Tourette-Syndrom.

  • Zu den Erkrankungen und Symptomen, die in diese Kategorie fallen, gehören:

    Angstzustände, bipolare Störungen, Depressionen, PMS, PTBS und Stress.

  • Zu den Erkrankungen und Symptomen, die in diese Kategorie fallen, gehören:

    Anorexie, Magen-Darm-Erkrankungen, Übelkeit, Appetitlosigkeit, Kachexie, Morbus Crohn und Diabetes.

  • Zu den Erkrankungen und Symptomen, die in diese Kategorie fallen, gehören:

    Bluthochdruck, Lupus, ADS/ADHS, Asthma, Müdigkeit, Glaukom, HIV/AIDS, Krebs und Muskeldystrophie.

Quellen: BfArM,„Abschlussbericht Begleiterhebung“, 2022); Health Canada, „Information for Health Care Professionals“, 2018); NASEM,„The Health Effects of Cannabis and Cannabinoids“, 2017).

Wann wird Cannabis verschrieben?

Therapeutische Ziele und potenzielle Vorteile

Medizinisches Cannabis wird in erster Linie zur Behandlung schwerer, chronischer Erkrankungen verschrieben, bei denen Standardtherapien ausgeschöpft sind oder schlecht vertragen werden. Basierend auf den aktuellen DGS-Praxisleitlinien (2024) und Daten aus der Begleitstudie des BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte) konzentriert sich die Therapie auf die folgenden klinischen Ziele:

Symbol eines Schutzschildes mit einem Nervenstruktursymbol, umgeben von einem grünen Sechseck, das die Modulation chronischer Schmerzen anzeigt.

Modulation chronischer Schmerzen

Ziel
Vor allem neuropathische (Nerven-)Schmerzen.

Der Nutzen
Das Ziel ist eine relevante Verringerung der Schmerzintensität („Schmerzlinderung“) und nicht die vollständige Schmerzfreiheit. Durch die Modulation der Schmerzwahrnehmung im Zentralnervensystem berichten Patienten häufig von einer verbesserten Fähigkeit, mit anhaltenden Symptomen umzugehen.

Logo mit einer stilisierten linearen Darstellung einer Spastik in Gold, umgeben von einem dunkelblauen sechseckigen Rand.

Linderung von Spastik

Ziel
Multiple Sklerose (MS) und andere neurologische Erkrankungen.

Der Nutzen von
Cannabinoide (insbesondere THC/CBD-Kombinationen) reduzieren nachweislich Muskelsteifheit und Krämpfe. Dies kann zu einer verbesserten Mobilität und einer Verringerung der damit verbundenen Schmerzen bei Patienten führen, die nicht auf herkömmliche Antispastika ansprechen.

Ein Logo mit einem stilisierten Blatt und einem Yin-Yang-Symbol in Grüntönen, umgeben von einem goldenen Sechseckrand, das die Symptomkontrolle in der Palliativmedizin symbolisiert.

Symptomkontrolle in der palliativen Versorgung von Patienten mit

Ziel
e Onkologie und schwere chronische Erkrankungen.

Der Nutzenvon „
” Wird als unterstützende Therapie zur Behandlung der Nebenwirkungen schwerer Therapien (z. B. Chemotherapie) eingesetzt.

Übelkeits
Reduzierung von durch Chemotherapie verursachter Übelkeit und Erbrechen (CINV).

Appetit
Appetitanregung bei Kachexie (Auszehrungssyndrom).

Ein stilisiertes Sonnenlogo mit Sonnenstrahlen, einem Kreis und Wellenlinien in den Farben Gelb und Blau-Grün.

Verbesserung der Lebensqualität

Ziel
Sekundäre Symptome chronischer Erkrankungen.

Der Nutzenv
Chronische Erkrankungen beeinträchtigen häufig den Schlaf und das psychische Wohlbefinden. Ein wichtiger Nutzen, der in begleitenden deutschen Forschungsarbeiten beobachtet wurde, ist die Verbesserung der Schlafqualität und des allgemeinen Wohlbefindens („Lebensqualität“), die häufig auf die beruhigenden und entspannenden Eigenschaften bestimmter Cannabissorten zurückzuführen ist.

QUELLEN:

  • DGS-Praxisleitlinien,„Praxisleitlinie: Cannabisbasierte Medikamente in der Schmerzmedizin (Version 2.0)“ 2024

  • BfArM, „Abschlussbericht der Begleiterhebung nach § 31 Absatz 6 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch zur Verschreibung und Anwendung von Cannabisarzneimitteln“, 2022. (Download-Link)

Das Endocannabinoid-System (ECS)

Das Endocannabinoid-System (ECS) ist ein weit verbreitetes Signalsystem im menschlichen Körper, das an der Modulation zahlreicher physiologischer Prozesse beteiligt ist. Eine seiner zentralen Aufgaben ist die Regulierung der Homöostase– das dynamische Gleichgewicht innerer Prozesse – neben Funktionen im Zusammenhang mit der Schmerzwahrnehmung, der Immunsignalisierung, dem Stoffwechsel, Stressreaktionen und der neuronalen Aktivität.

Das System besteht aus drei Kernkomponenten:

  1. Endocannabinoide – die natürlichen Botenstoffe des Körpers:
    Lipidbasierte Signalmoleküle, die vom Körper endogen produziert werden, darunter unter anderem gut charakterisierte Verbindungen wie Anandamid (AEA) und 2-Arachidonoylglycerol (2-AG).

  2. Rezeptoren (CB1 und CB2) – die Briefkästen des Körpers:
    G-Protein-gekoppelte Rezeptoren, die im zentralen und peripheren Nervensystem, in Immunzellen und verschiedenen peripheren Geweben exprimiert werden, wo sie die zelluläre Signalübertragung vermitteln und modulieren.

  3. Enzyme: Enzymatische Stoffwechselwege, die für die Synthese und den Abbau von Endocannabinoiden verantwortlich sind und die Intensität und Dauer der Endocannabinoid-Signalübertragung regulieren, sobald diese Moleküle ihre Funktion erfüllt haben.

Die Grafik zeigt das menschliche Gehirn und das zentrale Nervensystem in Bezug auf Cannabinoidrezeptoren mit Beschriftungen für Appetit, Immunzellen, motorische Fähigkeiten und wichtige Organe.

So funktioniert es: Eine hilfreiche Methode, um das Endocannabinoid-System zu verstehen, ist die Analogie von Schloss und Schlüssel. Cannabinoid-Rezeptoren können als „Schlösser“ auf der Oberfläche von Zellen betrachtet werden, während Endocannabinoide wie „Schlüssel“ wirken, die sich an diese Rezeptoren binden und Signalprozesse auslösen.

In Situationen wie Schmerzen, Entzündungen oder Stress hilft dieses Signal dem Körper, sich anzupassen und physiologische Prozesse zu regulieren. Das Endocannabinoid-System fungiert nicht als einfacher Ein-/Aus-Schalter, sondern unterstützt die Feinabstimmung und das Gleichgewicht im Körper.

Diagramm der CB2-Rezeptoren als periphere Organe und deren Lage im menschlichen Körper, einschließlich Verdauungs-, Nervensystem und anderer Systeme, mit Legende für Organe, Nervensystem, Cannabinoid-Rezeptoren und Immunsystem.

Quelle: Pertwee RG (Hrsg.). Handbuch Cannabis. Oxford University Press, 2014.

Was bewirken Cannabinoid-Rezeptoren (CB1 und CB2)?

Phytocannabinoide – Schlüssel der Natur

Die Cannabispflanze produziert über 100 bioaktive Verbindungen, die als Phytocannabinoide bekannt sind .
Einige dieser pflanzlichen Verbindungen weisen strukturelle und funktionelle Ähnlichkeiten mit den körpereigenen Endocannabinoiden auf, wodurch sie mit dem Endocannabinoid-System (ECS) interagieren und dieses modulieren können.

THC (Δ9-Tetrahydrocannabinol)
:

THC ist das wichtigste psychoaktive Phytocannabinoid. Im medizinischen Kontext wird es aufgrund seiner Wirkung auf das zentrale Nervensystem eingesetzt, darunter Muskelentspannung, Modulation der Schmerzwahrnehmung und Appetitanregung.

CBD (Cannabidiol):

CBD ist ein nicht berauschendes Phytocannabinoid. Es wird aktiv auf seine modulierenden Wirkungen auf Entzündungssignale, stressbedingte Prozesse und den Muskeltonus untersucht, ohne die charakteristischen berauschenden Wirkungen von THC hervorzurufen.

Der „Entourage-Effekt“ (Phytokomplexität)

Medizinisches Cannabis enthält mehr als nur THC und CBD. Es enthält auch andere Verbindungsklassen wie Terpene (aromawirksame Bestandteile) und Flavonoide.

Das allgemein als „Entourage-Effekt“ bezeichnete Konzept beschreibt die Hypothese, dass mehrere Pflanzenstoffe miteinander interagieren und so die Gesamtwirkung und Verträglichkeit beeinflussen können. Dieses Konzept wird zwar wissenschaftlich noch diskutiert, wird jedoch häufig herangezogen, um zu erklären, warum sich Vollspektrumpräparate in ihren subjektiven und klinischen Profilen von isolierten Substanzen unterscheiden können.

Mann, der Schmerzen oder Unwohlsein im unteren Rücken hat, hält sich die Taille und hat eine schmerzvolle Haltung.

Wie wird die Behandlung verschrieben?

Seit dem 1. April 2024 hat sich der rechtliche Rahmen für medizinisches Cannabis in Deutschland geändert. Mit der Streichung von medizinischem Cannabis aus dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG) wird es nun bei medizinischer Indikation auf einem Standardrezept (Rx) verschrieben.

Das bedeutet, dass eine strenge „Last Resort“-Anforderung nicht mehr in jedem Fall eine formale Voraussetzung für die Ausstellung eines Rezepts ist. Für die Erstattung durch die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) können jedoch weiterhin bestimmte Kriterien und ein vorheriges Genehmigungsverfahren gelten.

Bereiten Sie sich mit dieser 4-Schritte-Anleitung auf Ihre Beratung vor.


Phase 1: Vorbereitung der Unterlagen

Auch wenn Cannabis nicht mehr gemäß den Bestimmungen des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG) verschrieben wird, benötigt Ihr Arzt dennoch eine klare medizinische Begründung. Eine gute Dokumentation unterstützt eine fundierte Entscheidung.

Zusammenstellung der „Therapiehistorie“
Um Ihren Zustand klar zu dokumentieren, sollten Sie Folgendes berücksichtigen:

  • Diagnoseliste: Relevante medizinische Befunde, die Ihre Erkrankung bestätigen (z. B. chronische Schmerzen, MS, Migräne).

  • Aktueller Status: Ein kurzes Symptomprotokoll und wie sich die Symptome auf Ihr tägliches Leben auswirken.

  • Vorherige Behandlungen: Eine Liste der Medikamente und nicht-medikamentösen Therapien, die Sie ausprobiert haben (einschließlich Ergebnisse und Nebenwirkungen).

    • Warum das hilft: Auch wenn es für eine private Verschreibung nicht unbedingt erforderlich ist, hilft eine strukturierte Dokumentation Ihrem Arzt dabei, zu beurteilen, ob eine Cannabinoid-Therapie für Ihre individuelle Situation angemessen und verhältnismäßig ist.


Phase Zwei: Die Beratung

Die Suche nach dem richtigen Arzt ist entscheidend. Patienten brauchen keinen „speziellen Cannabis-Arzt“, sondern einen zugelassenen Arzt, der bereit ist, die Cannabinoid-Therapie als Teil eines individuellen Behandlungsansatzes in Betracht zu ziehen.

Der Arzt-Patient-Dialog

  • Wer kann verschreiben:
    Jeder zugelassene Arzt in Deutschland (außer Zahnärzte und Tierärzte) kann medizinisches Cannabis auf einem Standardrezept verschreiben, sofern eine medizinische Indikation vorliegt.

  • Der aktuelle Standard:
    Cannabis muss nicht erst verschrieben werden, wenn alle anderen Optionen ausgeschöpft sind. Wenn Ihr Arzt eine Cannabinoid-Therapie für medizinisch angemessen hält – beispielsweise aufgrund unzureichender Wirksamkeit oder Verträglichkeit anderer Behandlungen –, kann sie direkt verschrieben werden.

  • So sprechen Sie das Thema an:
    Sie können die Diskussion neutral und unverbindlich gestalten, zum Beispiel:
    „Ich interessiere mich für Behandlungsmöglichkeiten, die auf Symptomlinderung und Verträglichkeit ausgerichtet sind. Könnte eine Therapie auf Cannabinoidbasis angesichts der aktuellen Vorschriften in meinem Fall eine sinnvolle Option sein?“

Eine Frau erhält eine Mammographie in einem medizinischen Untersuchungsraum, während eine Patientin neben ihr lächelnd zusieht.

Stufe 3: Der Erstattungsantrag

Wenn Sie möchten, dass die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) die Kosten für die Cannabinoidtherapie übernimmt, ist weiterhin ein formeller Erstattungsantrag erforderlich. Dieser Prozess wird gemeinsam von Ihnen und Ihrem Arzt durchgeführt.

3. Der Prozess der „Kostenübernahme“

  • Die Rolle des Arztes:
    Ihr Arzt erstellt die ärztlicheBegründung, inder er die Indikation, den Schweregrad der Erkrankung unddie Gründe darlegt, warum eine Cannabinoid-Therapie als angemessen erachtet wird (z. B. unzureichende Wirksamkeit oder Verträglichkeit anderer Behandlungen).

  • Die Rolle des Patienten:
    Sie reichen die vollständigen Antragsunterlagen bei Ihrer gesetzlichenKrankenkasse ein. Dazu gehören die ärztliche Begründung und alle erforderlichen Formulare.

  • Bewertungskriterien:
    Für die Erstattungsbewilligung verlangt der gesetzliche Rahmen (§ 31 Abs. 6 SGB V) grundsätzlich, dass eine schwerwiegende Erkrankung vorliegt und Standardtherapien nicht verfügbar, nicht geeignet oder im Einzelfall nicht ausreichend wirksam sind.

  • Zeitplan:
    Sobald ein vollständiger Antrag eingereicht wurde, sind die gesetzlichen Krankenkassen gesetzlich verpflichtet, innerhalb von drei Wochen eine Entscheidung zu treffen, bzw. innerhalb von fünf Wochen, wenn der ärztliche Dienst konsultiert wird.


Punkt Vier: Rezeptabwicklung

Sobald Ihr Rezept ausgestellt wurde, kann es in jeder Apotheke eingelöst werden.

Einlösen Ihres Rezepts

  • Wo kann das Rezept eingelöst werden:
    Rezepte für medizinisches Cannabis können in jeder deutschen Apotheke eingelöst werden. Allerdings führt nicht jede Apotheke Cannabis-basierte Medikamente vor Ort, sodass unter Umständen eine Bestellung erforderlich ist.

  • Verfügbarkeit und Bestellung:
    Wenn das verschriebene Produkt nicht sofort verfügbar ist, kann die Apotheke es in der Regel bei einem zugelassenen Händler bestellen. Die Lieferzeiten können je nach Produktverfügbarkeit und Lieferlogistik variieren.

  • Beratung in der Apotheke:
    Apotheker informieren Sie über die richtige Anwendung, die vom Arzt verschriebene Dosierung und praktische Aspekte wie Lagerung und Handhabung.

Eine Patientin befindet sich in der Arztpraxis und bespricht mit ihrem Arzt die Eignung von medizinischem Cannabis für ihre Symptome.
Ein Glas mit medizinischen Cannabisknospen, das im Rahmen der chemischen und mikrobiologischen Tests im Labor von Galaxia Vertical auf eine Waage gestellt wurde.

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Medizinisches Cannabis unterliegt nationalen Vorschriften und darf nur bei medizinischer Indikation und in Übereinstimmung mit den geltenden Gesetzen verschrieben werden.

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